Der AdA Schein IHK - Warum auch Ausbilder ausgebildet werden müssen

Warum auch Ausbilder ausgebildet werden müssen

Es ist nicht das erste Mal, dass man sich diese Frage stellt. Bereits im Jahr 2003 ging man davon aus, dass man viele zusätzliche Ausbildungsplätze schaffen könnte, wenn man die Ausbildung der Ausbilder streichen würde.

Gesagt, getan.

Und tatsächlich stieg die Zahl der Azubis bereits im ersten Jahr erheblich an, allerdings sank aber auch die Qualität deutlich. Das war vor allem daran zu merken, dass nicht nur die Übernahmequote zurückging, sondern auch viele Azubis, die von untauglichen Ausbildern – womöglich intern noch komplett falsch besetzt – durch die dreijährige Ausbildungszeit begleitet wurden, danach nicht in der Lage waren, eine Festanstellung zu finden. Genau deswegen hat man im August 2009 wieder damit begonnen, eine Ausbildung für Ausbilder (AdA) vorauszusetzen.

Ohne Ausbildung fehlt die Grundlage

In einer bekannten sprichwörtlichen Redensart heißt es: „Je weniger Ausbildung, je mehr Einbildung“ – und hier steckt mehr Wahrheit drin, als Sie bisher vielleicht vermutet haben. Die oben kurz beschriebene Phase zwischen 2003 und 2009 hat das nämlich eindeutig bewiesen.

Auf dem Weg zum AdA Schein IHK müssen potenzielle Ausbilder sehr viele essenzielle Fähigkeiten erwerben.

In den sechs Jahren, in denen die AEVO außer Kraft war, war es noch möglich, ohne auch nur einen Hauch von pädagogischem Geschick die Rolle des Ausbilders zu bekleiden.

Seit 2009 hat sich das allerdings geändert. Denn seitdem muss jeder Ausbilder, der den AdA-Schein macht, in zwei Prüfungen (Theorie und Praxis) unter Beweis stellen, dass er die Grundlagen beherrscht, um junge Menschen ausbilden zu können und dass er dieses auch praktisch umsetzen kann.

Natürlich werden Sie auch heute noch schwarze Schafe unter den Ausbildern in Deutschland finden, die Zahlen (Arbeitslosenquote von Azubis, Übernahmequote innerhalb des Ausbildungsbetriebs, etc.) beweisen aber, dass die Qualität der Ausbildungen deutlich angestiegen ist, seit Ausbilder wieder zum Ausbilden ausgebildet werden.

Kompetenz ist auch eine Frage der Ausbildung

Ein kompetenter Ausbilder muss viel können. Er ist fachlich up to date und kann dadurch berufliche Fertigkeiten, Kenntnisse und Erfahrungen an den Nachwuchs weitergeben. Seine Anleitungen sind verständlich, da er über ein didaktisches Talent verfügt. Kommunikationsstärke zählt ebenfalls zu seinen Stärken, denn wenn etwas nicht nach Plan läuft, muss darüber geredet werden. Nur so kann ein Lösungsweg gefunden werden.

Als Person strahlt er Autorität aus, weshalb er nicht viel machen muss, um von seinen Untergebenen akzeptiert zu werden. Auch die soziale Komponente ist in seinem Anforderungsprofil enthalten. Nur wer teamfähig ist, wird auch eine gute Stimmung in der Abteilung herstellen können. Wenn all diese Punkte gegeben sind, steht einer erfolgreichen Ausbildungszeit nichts mehr im Wege. Die formale Bedingung – der AdA Schein der IHK (Industrie- und Handelskammer) oder auch der HWK (Handwerkskammer) – erscheint vor diesem Hintergrund fast wie eine Kleinigkeit.

Ohne Ausbilderschein keine Nachwuchsförderung

Hier möchte ich Ihnen gerne die „Was/Wer/Wo/Wie“ Informationen zum AdA Schein IHK/HWK noch kurz erklären:

  • Anmelden kann sich jeder, der sich dafür interessiert.
  • Der AdA Schein IHK/HWK ist die generelle Ausbildungsbefähigung.
  • Ausbildungsberechtigt sind Personen mit einer abgeschlossenen Ausbildung oder einem akademischen Abschluss. (Die Eignung kann bei entsprechender Berufserfahrung auch zuerkannt werden.)
  • Die Prüfung wird durch die IHK oder die HWK abgehalten und genau dort meldet man sich auch an.
  • Abgefragt wird das theoretische Handwerkszeug, das ein Ausbilder für die Ausübung seines Berufs braucht.
  • Der Lernstoff ist praxisorientiert, hilfreich und vom Pensum her machbar, sofern der Prüfling einige Zeit in die Vorbereitung investiert.

Zum Ausbilder ausgebildet werden – so geht’s

Nachdem nun klar sein sollte, dass der Ausbilderschein keine Schikane ist, sondern ein notwendiges Übel, das auf lange Sicht der Schlüssel zu erfolgreicher Nachwuchsförderung ist, habe ich abschließend noch eine Reihe an weiterführender Links für Sie vorbereitet. In meinem Blog gehe ich nämlich regelmäßig Themen rund um das Ausbilden an sich, sowie den Ausbilderschein und den Erwerb desselben ein. Ich möchte Ihnen daher empfehlen, sich durch die folgenden Blogbeiträge zu lesen, die wahrscheinlich auch für Sie besonders hilfreich sein könnten.

AdA Schein IHK - Ausbilder werden ausgebildet © kasto, Fotolia

© kasto, Fotolia

Die Grundlage

In diesem Blogbeitrag zeige ich ihnen, wie unser Ausbildungssystem eigentlich funktioniert. Zum Einstieg in die Materie sicherlich genau das Richtige: Das Ausbildungssystem in Deutschland – so funktioniert es wirklich

Infos über den AdA Schein IHK

An dieser Stelle habe ich ein paar wichtige Fakten für Sie zusammengetragen: 9 Fakten rund um den Ausbilderschein (IHK). Außerdem gibt es hier noch 5 Gründe, weshalb der Ausbilderschein so wichtig ist. Natürlich darf auch die Frage nach den Kosten erlaubt sein, weshalb ich in diesem Beitrag einen wirklich schonungslosen Blick hinter die Kulissen werfe, in dem ich auch versteckte Kosten aufdecke: Ungeschönte Zahlen.

Auf die Prüfung vorbereiten

Es gibt keinen verbindlichen Vorbereitungskurs im Vorfeld zur Prüfung, was es vielen Menschen sehr schwer macht. Damit Sie keinen zwielichtigen Angebot auf den Leim gehen und ganz fair über alle 5 Möglichkeiten der Vorbereitung mitsamt aller Vor- und Nachteile aufgeklärt werden, habe ich viel Aufwand in diesen Blogartikel gesteckt: Die 5 Wege zum Erfolg.

Fazit

Wo Menschen miteinander arbeiten, warten immer auch Konflikte. Die Erwartungen zu Beginn der Ausbildung sind auf beiden Seiten – Betrieb und Azubi – hoch. Wenn alle Parteien ihr Bestes geben, dann wird die Ausbildungszeit ein Austausch, an den jeder gerne zurückdenkt. Nicht ohne Grund halten viele Azubis ihrem Betrieb auch nach dem Ende der Ausbildung noch viele Jahre die Treue.

Um all das sicherzustellen, ist die Ausbilder der Ausbilder ein wichtiges Puzzleteil in unserem – alles in allem sehr erfolgreichen – Ausbildungssystem.

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