Azubimarketing: Mit dieser Recruiting-Strategie stechen Sie als Ausbildungsbetrieb heraus

Azubimarketing ist wichtig, um als Ausbildungsbetrieb das Interesse möglichst vieler Bewerber*innen zu wecken.

Die Rechnung dahinter ist denkbar einfach: Je mehr Bewerbungen für einen Ausbildungsplatz bei Ihnen eingehen, desto größer sind die Chancen, dass der perfekte Azubi mit dabei ist. Wer hingegen nur wenige Bewerbungen erhält, der steht schließlich vor einem kleinen Dilemma. Entweder müssen Azubis eingestellt werden, obwohl sie nicht optimal passen. Oder aber die Lehrstellen werden zur Leerstelle und bleiben unbesetzt.

Grund genug, sich mit den Möglichkeiten zu beschäftigen, die Ihnen Azubimarketing bietet. Hiermit steigern Sie schließlich aktiv die Attraktivität Ihres Unternehmens. Das muss, wie die unterschiedlichen Tipps in diesem Blogbeitrag zeigen sollen, übrigens nicht zwangsläufig Geld kosten. Fakt ist aber natürlich auch, dass ein gewisses Budget für Azubimarketing nicht schadet.

Schließlich hat diese Recruiting-Strategie auch noch einen weiteren positiven Effekt. Je mehr Bewerbungen Sie bekommen, desto bessere Azubis finden Sie und desto nachhaltiger können Sie letztlich auch für den Eigenbedarf ausbilden und Ihre Führungskräfte von morgen entscheidend mitprägen.

Was ist Azubimarketing?

Azubimarketing ist eine Strategie, mit der ein Ausbildungsbetrieb mehr potenzielle Auszubildende erreichen möchte. Durch unterschiedliche Maßnahmen soll dabei anders als im herkömmlichen Marketing nicht etwa ein Name oder ein Produkt mehr Bekanntheitsgrad erhalten. Vielmehr soll beim Azubimarketing der Betrieb als eine Art perfekter Arbeitgeber positioniert werden.

Azubimarketing ist also eine Recruiting-Strategie, mit der erreicht werden soll, dass junge Menschen es für erstrebenswert erachten, Teil dieser Firma zu werden. Gelingt das, führt das zu mehr Bewerbungen und damit eben auch zu hochwertigerem Personal. Bei einer Flut an Bewerbungen ließe sich sogar eine Maßnahme wie das Assessment-Center für Azubis in Erwägung ziehen.

Azubimarketing ist eine Frage der Ziele

Wichtig ist, dass Sie sich im Vorfeld klarmachen, was Sie mit Azubimarketing erreichen möchten. Die Zielsetzung kann nämlich ausgesprochen unterschiedlich sein. Und weil die Zielsetzung letztlich auch die Maßnahmen definiert, ist es umso wichtiger, klare Ziele zu definieren. Ohne Ziele wäre es übrigens im Nachgang gar nicht möglich, das Azubimarketing in Hinblick auf Erfolg oder Misserfolg zu bewerten.

Mögliche Ziele des Ausbildungsmarketings könnten sein:

  • Die Zahl der eingehenden Bewerbungen steigern
  • Verstärkt Schüler*innen aus der eigenen Region ansprechen
  • Mehr Bewerber mit einem bestimmten Schulabschluss erreichen
  • Bewerber aus bestimmten Altersgruppen finden
  • Menschen ansprechen, die bereits ein Studium absolviert haben
  • Azubis mit ganz bestimmten Hobbys oder Interessen anlocken
  • Und vieles mehr…

Haben Sie Ihre individuellen Ziele definiert, ergeben sich hieraus zumeist auch die entsprechenden Kanäle, auf denen das Azubimarketing stattfinden soll. Wer beispielsweise die Generation Z ansprechen möchte, sollte dabei vielleicht auf Social-Media-Marketing setzen.

Azubimarketing - Ideen für zielführendes Ausbildungsmarketing
© olly, Fotolia.de

6 Ideen für zielführendes Azubimarketing

Nachdem ich erklärt habe, was Azubimarketing ist und wieso eine klare Zielsetzung so wichtig ist, möchte ich im zweiten Teil dieses Beitrags sechs Ideen mit Ihnen teilen, wie zielführendes Azubimarketing aussehen könnte.

Natürlich ist das Azubimarketing umso erfolgreicher, je treffsicherer Sie den Ton Ihrer Zielgruppe anschlagen. Wenn Sie Ihre Ziele und Ihre Zielgruppe definieren, geht es also auch darum, die Themen zu identifizieren, für die sich Ihre potenziellen Wunsch-Azubis interessieren.

1. Kooperationen aufbauen

Wer ein großes Netzwerk hat, dessen Bekanntheitsgrad steigt ganz automatisch. Dabei gibt es unzählige Bereiche, in denen viele Unternehmen kinderleicht Kooperationspartner finden könnten. Damit Ihr Betrieb also kein Potenzial verschenkt, anbei eine Reihe von Ideen:

  • Holen Sie ein Berufsinformationszentrum (BIZ) mit an Bord
  • Halten Sie engen Kontakt mit der zuständigen IHK / HWK
  • Stellen Sie Ihr Unternehmen in Schulen vor
  • Bieten Sie Schülerpraktika an und unterstützen sie berufsorientierende Maßnahmen
  • Kooperieren Sie mit der Agentur für Arbeit

2. (Lokale) Präsenz zeigen

Wenn Sie insbesondere Azubis in der eigenen Region verstärkt ansprechen möchten, bietet es sich an, mehr lokale Präsenz zu zeigen. Einfache Möglichkeiten bieten Stadtfeste und Messen. Aber auch bei regionalen verschiedenen Veranstaltungen können Firmen zumeist auch für kleines Geld medienwirksam Präsenz zeigen. Beispielsweise durch Sponsoring.

Wichtig ist, dass Sie bei den Veranstaltungen, die Sie fördern, ebenfalls Ihre Zielgruppe vor Augen haben. Durchaus sinnvoll kann es aber auch sein, gezielt die Eltern möglicher Azubis mit dem Ausbildungsmarketing anzusprechen. Immerhin ist die Meinung der Eltern gerade was die Ausbildungswahl der jungen Menschen anbelangt unglaublich wichtig.

3. Social-Media-Marketing starten

Plattformen wie Facebook, Instagram, Snapchat und Co sind ein Sammelbecken für junge Menschen – und damit auch für potenzielle Azubis. Ein wichtiger Schritt, um Ihr Publikum anzusprechen, ist dabei die eigene Unternehmensseite. Ein Kanal, in dem Sie mit unterschiedlichem Content genau die Sprache Ihrer Zielgruppe sprechen können.

Wichtig ist aber, dass Sie auch beim Social-Media-Marketing ein klares Ziel verfolgen. Sei es der Aufbau von Reichweite, um die Ausschreibungen für neue Ausbildungsplätze zukünftig auf in den eigenen sozialen Netzwerken verbreiten zu können. Oder seien es reine Image-Gründe.

4. Azubi-Blog einrichten

Stark unterschätzt ist der Azubi-Blog, den Sie einfach in Ihre Website integrieren können. Hiermit schlagen Sie schließlich gleich drei Fliegen mit einer Klappe. Erstens macht es Azubis erfahrungsgemäß viel Spaß, wenn sie im Blog über bestimmte Projekte, den Arbeitsalltag oder witzige Erlebnisse schreiben dürfen.

Zweitens bekommt ein potenzieller Azubi durch das Lesen dieser Beiträge klare Einblicke in das Unternehmen und nimmt unterschwellig auch mit, dass es Spaß macht, in diesem Betrieb zu arbeiten.

Und drittens ist jeder Blogbeitrag eben auch Content und kann mit minimalen SEO-Maßnahmen dafür sorgen, dass die Reichweite Ihrer Website sich vergrößert, was wiederum die Chance steigern, in Suchmaschinen weit oben aufzutauchen und auf diese Weise ebenfalls den eigenen Bekanntheitsgrad zu verbessern.

5. Perspektiven aufzeigen

Natürlich sind Aspekte wie das Gehalt wichtig. Tatsächlich sind Perspektiven aber wichtiger. In meinem Beitrag, was Azubis wirklich motiviert, habe ich Ihnen bereits zeigt, dass langfristige Berufschancen ein wichtiger Punkt für Azubis sind.

Sie haben bereits einen oder mehrere Mitarbeiter, die einst selbst eine Ausbildung in Ihrem Betrieb durchlaufen haben, anschließend übernommen wurden und die Karriereleiter erklommen haben? Perfekt! Dann sollten Sie das im Rahmen Ihres Azubimarketings dringend kommunizieren. Sei es auf Ihrer Website oder in Ihren entsprechenden Kanälen wie sozialen Netzwerken.

6. Altbewährtes nutzen

Last, but not least, sollten Sie in Ihrer Marketingstrategie niemals die altbewährten Erfolgsrezepte vergessen. Von der klassischen Stellenanzeige – egal ob online oder in Anzeigeblättern oder lokalen Medien – über die Radiowerbung bis hin Berufsmessen.

Ehe Sie also alles auf eine Karte setzen, indem Sie das Azubimarketing völlig umstrukturieren und dabei die herkömmlichen Kanäle außer Acht lassen, sollten Sie vielmehr eine Art Bestandsaufnahme durchführen. Auf diese Weise können Sie auch herausfinden, was nachweislich bereits funktioniert und genau hieran anknüpfen.

Fazit

In meinem heutigen Blogbeitrag habe ich mich mit dem Thema Azubimarketing auseinandergesetzt. Wichtig ist, dass Sie klare Ziele definieren. Nur dann lassen sich nach den ergriffenen Recruiting-Maßnahmen schließlich Urteile fassen, ob die Strategien erfolgreich waren oder nicht.

Wie sieht es bei Ihnen aus? Welche Maßnahmen im Bereich Azubimarketing nutzen Sie bereits aktiv? Haben Sie Ihre Ziele damit erreichen können? Haben Sie noch andere interessante Ideen?

Gerne würde ich mit Ihnen über diese Themen ins Gespräch kommen! Eine gute Gelegenheit dazu gibt es auf meiner Facebook-Unternehmensseite, wo Sie mit vielen weiteren Ausbildern und Azubis diskutieren können. Ich freue mich, wenn Sie Teil der Community von Ausbilderschein24 werden und bedanke mich fürs Lesen!

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