So sieht ein optimaler Start der Ausbildung aus - 5 Tipps

So sieht ein optimaler Start der Ausbildung aus – 5 Tipps

Der Start der Ausbildung steht vor der Tür.

Ab September werden sich neue junge Menschen in Ihrem Betrieb tummeln. Für den Nachwuchs wird es in den meisten Fällen die erste Festanstellung sein. Das erste Mal acht Stunden lang im Betrieb sein. Bzw. mit Pausen in der Regel sogar achteinhalb bis neun Stunden. Das erste Mal Berufsschule. Das erste Mal richtige Arbeitskolleginnen und -kollegen.

Dass man hierbei nicht immer auf Anhieb richtig liegen kann, beweisen die Zahlen. Statistisch betrachtet wird einer von vier Ausbildungsverträgen noch vor Ablauf der Ausbildung wieder aufgelöst. Die drei Hauptgründe, warum Azubis ihre Ausbildung vorzeitig abbrechen, erfahren Sie übrigens hier.

Dennoch ist jeder Neubeginn auch eine Chance. Und wie schrieb Hermann Hesse einst? „Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne.“

In meinem heutigen Blogbeitrag möchte ich Ihnen deshalb zeigen, wie ein optimaler Start der Ausbildung aussieht. Denn wenn Sie die hier genannten fünf Tipps befolgen, machen Sie Ihrem Nachwuchs den einschneidenden Übergang von einer Lebensphase in die nächste um einiges leichter.

Beachten Sie diese 5 Tipps für einen gelungenen Start der Ausbildung

Die Weichen dafür, ob Ihr Azubi sich wohl fühlt und am Ende zu den 75% gehört, die die Ausbildung (erfolgreich) beenden, werden gleich am Anfang gestellt. Dabei gibt es eine Reihe von Dingen, die Sie bereits jetzt vor Ausbildungsbeginn erledigen können. Und wiederum ein paar Tipps, die Ihnen dabei helfen, den Start der Ausbildung zu etwas ganz Besonderem für Ihren neuen Mitarbeiter werden zu lassen.

Beachten Sie also einfach diese fünf Tipps und einem starken Anfang Ihrer Partnerschaft wird zunächst einmal nichts im Weg stehen. Vorausgesetzt, Sie haben auch den richtigen Azubi ausgewählt. Wie Ihnen das gelingt, verrate ich Ihnen übrigens in diesem Blogbeitrag: 4 Punkte, um den richtigen Azubi zu finden.

Start der Ausbildung - die neuen Azubis kommen

© Syda Productions, Fotolia.de

(1) Versorgen Sie den Azubi vorzeitig mit Informationen zum Start der Ausbildung

Der Azubi wird vor dem Start der Ausbildung sehr nervös sein. Was erwartet ihn (bzw. sie)? Wie werden die Kollegen sein? Wie sind die Aufgaben? Wie wird es sein, erstmals einen Arbeitstag von „nine to five“ zu haben? Und was wird in dieser langen Zeit alles von mir verlangt werden?

Ich empfehle Ihnen, dem Azubi eine Mappe vorzubereiten. Lassen Sie ihm diese schon im Vorfeld der Ausbildung zukommen. Darin sollten alle wichtigen Informationen zum Ablauf des ersten Arbeitstages enthalten sein. Und zwar so, dass hier keine Fragen offenbleiben. Wann soll Ihr neuer Mitarbeiter kommen? Muss er irgendetwas mitbringen (bspw. Geld für die Mittagspause / Kantine etc.)?

Auch sollten Sie die Chance nutzen, in dieser Mappe die wichtigsten Informationen über Ihr Unternehmen noch einmal zusammenzufassen. Zwar wird Ihr zukünftiger Azubi grob schon wissen, um was es geht. Es schadet aber definitiv nicht, ihm noch mal alle wichtigen Produkte oder Dienstleistungen aus Ihrem Portfolio vorzustellen.

Bonustipp für den ganz besonderen, ersten Eindruck: Wie wäre es, wenn Sie dem Azubi ein gesondertes Willkommensschreiben zukommen lassen? Drücken Sie darin aus, wie sehr Sie sich auf die gemeinsame Zusammenarbeit freuen. Das führt zu einer großen Form von Wertschätzung noch vor dem ersten Arbeitstag.

(2) Wertschätzung am ersten Arbeitstag ausdrücken

Und auch am ersten Arbeitstag ist die Wertschätzung ein riesengroßes Thema. Weil Azubis gerade in kleinen Unternehmen oftmals Aufgaben übernehmen müssen, die nicht zu ihren eigentlichen Aufgabengebieten zählen, und hier und da nun einmal auch tatsächlich zum sprichwörtlichen „Kaffeekochen“ abgestempelt werden, ist das nämlich immens wichtig.

Dabei wird Wertschätzung allen voran durch einen Punkt ausgedrückt: Die Anwesenheit des Geschäftsführers. Den Effekt, dass der „Oberchef“ am ersten Tag der Ausbildung nicht nur anwesend ist, sondern sich auch die Zeit für die Begrüßung der Azubis nimmt, sollte nicht unterschätzt, geschweige denn abgetan werden. Den Betriebsrundgang und die Vorstellung der Kollegen kann anschließend immer noch vom Ausbilder übernommen werden. Trotzdem sollte die Begrüßung Chefsache bleiben. Schließlich wissen Sie den Termin vom Start der Ausbildung über Monate hinweg im Voraus. Es sollte also möglich sein, dass der Geschäftsführer sich hier zumindest ein absolutes Minimum von einer halben Stunde freischaufelt, um die Azubis per Handschlag im Unternehmen willkommen zu heißen und ein paar Worte der Begrüßung an sie zu richten.

Last, but not least, gehört zur Vermittlung von Wertschätzung auch noch der fertig gemachte Arbeitsplatz. Nichts schmälert das Selbstwertgefühl des Azubis bereits am ersten Tag mehr als die Frage, wo er oder sie überhaupt hin soll. Denken Sie auch daran, dass der Azubi ggf. Schlüssel braucht, einen Computer, einen E-Mail-Account, einen Spint, eine Kaffeetasse, etc.

(3) Klare Regeln kommunizieren (Firmenphilosophie)

Junge Menschen brauchen Orientierung. In jedem Betrieb wird es eine Reihe von „Dos und Dont’s“ geben. Und diese sollten nicht per „Trial and Error“ vom Azubi mühsam und leidvoll erlernt werden müssen. Kommunizieren Sie deshalb so klar wie möglich Ihre Regeln. Vermitteln Sie dem Azubi von Anfang an die Firmenphilosophie. Und weil gleich am ersten Tag eine Reihe von Eindrücken auf den jungen Menschen einprasseln, geben Sie ihm die wichtigsten Regeln am besten auch schriftlich mit.

Fragen, die es zu klären gilt und die erfahrungsgemäß oft zu Streit und Problemen führen, betreffen dabei die Arbeitszeiten und Pausen. Was wird als Pause gewertet? Die Zigarettenpause? Ein getätigter Anruf? Wie hat sich der Azubi im Krankheitsfall zu verhalten? Wem sollte er Bescheid geben und vor allem auch wann und wie?

Klare Regeln für den Start der Ausbildung

© olly, Fotolia.de

(4) Ansprechpartner zur Seite stellen (Ausbilder)

Weil die Begrüßung nach meiner Auffassung von Wertschätzung zum Aufgabengebiet des Chefs zählt, der anschließend gerade in großen Betrieben nur wenig Berührungspunkte mit dem Azubi haben wird, braucht er oder sie auch schnellstmöglich einen festen Ansprechpartner. Jemanden, den man alles fragen kann, der sich im Betrieb auskennt und der möglichst immer verfügbar ist. In den meisten Fällen wird das der Ausbilder sein, da hier einfach der direkteste Weg ist. Oft ist es für den Azubi aber gar nicht klar, an wen er sich mit was wenden kann. Umso wichtiger, dass Sie ihm / ihr gleich am ersten Tag eine Person zur Seite stellen, die deutlich als Ansprechpartner definiert wird.

Erklären Sie dem Azubi außerdem, wie genau er / sie das Berichtsheft zu führen hat. Vereinbaren Sie außerdem feste Intervalle, an denen Sie dieses Berichtsheft überprüfen, sodass der Azubi weiß, woran er ist. Wichtig ist, dass der Azubi mindestens eine Person gleich am ersten Tag kennenlernt, der er etwaige Fragen stellen kann. Ansonsten wird er sie möglicherweise gar nicht stellen…

(5) Raum für Kommunikation schaffen

Genau deshalb sollten Sie also auch von Anfang an Raum für Kommunikation schaffen. Wer mit Zuckerbrot und Peitsche sein Unternehmen führt, wird eine Atmosphäre des Schweigens erzeugen. Und das blockiert meiner Auffassung nach jedwede Form von Fortschritt.

Gewiss ist es gemäß der klassischen Führungsstile in der Ausbildung hier und da auch mal angezeigt, dass der Azubi anpacken muss, ohne zu viele Fragen zu stellen. Je mehr Einblicke Sie ihm aber in die gängigen Arbeitsprozesse geben, desto eher wird er verstehen, wie der Betrieb tickt. Was wann, wie und warum gemacht wird.

Sorgen Sie also dafür, dass ausreichend Raum für solche Kommunikation vorhanden ist. Übrigens auch ein Faktor, durch den Sie Azubis langfristig motivieren können.

Fazit

In meinem heutigen Blogartikel habe ich Ihnen gezeigt, wie der optimale Start der Ausbildung aussieht. Vergessen Sie nie, dass der erste Tag kein normaler Arbeitstag ist.

Für den Azubi beginnt hier ein wichtiger, neuer Lebensabschnitt. Der Ausbildungsbeginn ist eine wichtige Stufe auf der Treppe zum Erwachsenwerden. Junge und heranwachsende Menschen wissen oftmals noch nicht, wo sie im Leben stehen. Ihr Azubi wird also ohnehin seine Probleme und sein Päckchen zu tragen haben. Gestalten Sie seinen Start in die Ausbildung daher so reibungslos und angenehm wie möglich. Am Ende werden Sie beide davon profitieren!

Wie hat Ihnen dieser Beitrag gefallen? Fanden Sie die Tipps hilfreich? Würden Sie einen oder mehrere davon tatsächlich zum Start der Ausbildung umsetzen? Haben Sie aus Ihrer Erfahrung heraus vielleicht sogar noch weitere Tipps, die Sie mit mir und meiner Community teilen können? Dann hinterlassen Sie mir doch eine Nachricht!

Am besten machen Sie das dabei innerhalb meiner stetig wachsenden Social-Media-Community selbst.
Hier geht es zur Facebook-Seite von Ausbilderschein24.de

Ich freue mich auf Ihre Meinung zu diesem Thema und wünsche Ihnen einen angenehmen Start der Ausbildung mit Ihren neuen Azubis!

Jannika K. aus Sprakensehl, DE
hat dies auch gekauft
Vor 11 Stunden
 
Lisa H. aus Illingen, DE
hat dies auch gekauft
Vor 2 Tagen
 
Matthias Oliver J. aus Schwerin, DE
hat dies auch gekauft
Vor 3 Tagen
 
Sebastian B. aus Schwerin, DE
hat dies auch gekauft
Vor 3 Tagen
 
Dietmar Olaf S. aus Cottbus, DE
hat dies auch gekauft
Vor 3 Tagen
 
Pia S. aus Bretzfeld, DE
hat dies auch gekauft
Vor 4 Tagen
 
Oliver P. aus Würselen, DE
hat dies auch gekauft
Vor 4 Tagen
 
Franziska S. aus Hamburg, DE
hat dies auch gekauft
Vor 4 Tagen