Orientierungshilfe bei der Berufswahl: Welche Ausbildung passt zu mir?

„Welche Ausbildung passt zu mir?“, lautet die Preisfrage, die sich junge Menschen nach ihrem Schulabschluss üblicherweise stellen.

Dabei ist es nicht allzu leicht, die passende Orientierungshilfe bei der Berufswahl zu finden. War es früher vielleicht noch weit verbreitet, in die Fußstapfen der Eltern zu treten, ist das heute eher die Ausnahme als die Regel. Auch ist die Vorstellung vom ältesten Sohn als den Thronfolger in spe, der den Familienbetrieb in die nächste Generation führt, mitunter antiquiert.

Heutzutage sind die Freiheiten der Allgemeinheit deutlich größer. Freiheiten, die sich auch auf die Berufswahl beziehen. Freiheiten, die aber auch erdrückend sein können. Je weniger Optionen schließlich zur Verfügung stehen, desto einfacher ist es in der Regel, sich zu entscheiden.

Eine komplett auf Ihre individuellen Bedürfnisse zugeschnittene Orientierungshilfe bei der Berufswahl können wir Ihnen in diesem Blogbeitrag nicht bieten. Zumindest aber einen Ansatz, wie Sie sich der Frage „Welche Ausbildung passt zu mir?“ sinnvoll nähern können, wollen wir heute gemeinsam verfolgen.

Welche Ausbildung passt zu mir? Schaue in dich!

Der Überlieferung zufolge stand am Eingang des Tempels von Delphi die Inschrift „gnôthi seautón“, die gemeinhin als „Erkenne dich selbst“ übersetzt wird. Dem wohnt die Philosophie inne, dass die Erkundung des eigenen Innenlebens der eigentliche Zugang zur Außenwelt ist.

Klar ist, dass Menschen, die sich gut in sich auskennen und wissen, was sie wollen, keine Probleme mit der Frage „Welche Ausbildung passt zu mir?“ haben. Sich also zu fragen, für welchen Job die eigenen Talente und Fähigkeiten geradezu prädestiniert sind, ist in allererster Linie eine Frage, welche Talente und Fähigkeiten man denn eigentlich hat.

Welche Ausbildung passt zu mir vs. Welche Fähigkeiten habe ich?

Wer wissen will, in welchem Job er später mal gut aufgehoben ist und wo vielleicht sogar die persönliche Berufung zu finden sein könnte, der erlangt die Antwort am ehestem, indem er nach Selbsterkenntnis strebt.

Ein „Schaue in dich!“ oder „Erkenne dich selbst!“ sollte dabei primär nach den eigenen Stärken Ausschau halten. Natürlich können identifizierte Schwächen aber ebenfalls zu einer Eingrenzung der möglichen Berufe führen. Wer beispielsweise zwei linke Hände hat, der wird in einem handwerklichen Beruf womöglich nicht langfristig glücklich, obschon es durchaus im Sinne der persönlichen Weiterentwicklung interessant und sinnvoll sein kann, zumindest mal Praktika in diesem Bereich durchzuführen, um zu erkennen, ob die beiden Hände wirklich und ausschließlich links sind, oder nicht vielleicht doch verborgene Talente in einem schlummern.

Welche Ausbildung passt zu mir - Welche Fähigkeiten habe ich
© pathdoc, Fotolia.de

Zielführender ist es also nicht, bestimmte Branchen anhand von ausgemachten Schwächen auszuschließen, sondern eher anhand der identifizierten Stärken zu schauen, wo diese am sinnvollsten eingebracht werden könnten.

Wer beispielsweise die Fähigkeit hat, sehr geduldig zuzuhören und Menschen unvoreingenommen annehmen zu können, an dem ginge möglicherweise ein perfekter Seelsorger verloren. Wer hingegen einen messerscharfen und analytischen Blick für sich stetig verändernde Bereiche hat, der ist möglicherweise der perfekte Projekt- und/oder Teamleiter.

„Wähle einen Beruf, den du liebst, und du brauchst keinen Tag in deinem Leben mehr zu arbeiten.“
– Konfuzius

Welcher Job passt zu mir? – Eine Frage der persönlichen Interessen

Als perfekter Job geht außerdem alles durch, was unseren persönlichen Interessensbereich abdeckt. Wer sich seit frühester Kindheit oder Jugend mit einem bestimmten Thema leidenschaftlich und zeitintensiv beschäftigt, der sollte zumindest einmal in seinem Leben intensiv geprüft haben, ob sich damit nicht vielleicht der Lebensunterhalt verdienen ließe.

Wer beispielsweise schon im Teenager-Alter Programmier-Sprachen gelernt hat und jede freie Sekunde in den heimischen Rechner gesteckt hat, für den passt ein Job in der IT-Branche praktisch wie die Faust aufs Auge.

Auch Verhaltensweisen geben Aufschluss darüber, welche Ausbildung passt

Nicht nur die Dinge, die uns wichtig sind, sondern auch unsere ganz persönliche Art ist ebenfalls wichtig. Sie kann schließlich Aufschluss darüber geben, welche Ausbildung, bzw. welche Branche passt. Wer schon immer ein ausgeprägtes Gerechtigkeitsempfinden hatte, ist vielleicht im juristischen Sektor optimal aufgehoben. Ist das Jura-Studium dabei nicht möglich, kommt vielleicht die Karriere als Anwaltsgehilfe/in in Frage.

Wer hingegen schon immer anderen Menschen helfen wollte, ist vielleicht im medizinischen Bereich oder gar im Pflegesektor zuhause. Und wer ein extravertierter Typ ist, gut reden kann und keine Scheu hat, auf andere Menschen zuzugehen, blüht möglicherweise im Außendienst oder Vertrieb voll auf.

Welche Ausbildung passt zu mir? Ein Berufstest kann für Klarheit sorgen!

Wenn Sie mit den bisher beschriebenen Denkanstößen zur Ergründung Ihrer eigenen Persönlichkeit, Ihrer Stärken, Ihres Verhaltens und Ihren Interessen nicht weiterkommen, kann vielleicht ein Berufstest für Klarheit sorgen.

Mögliche Stellen, bei denen Sie einen Berufstest durchführen können, sind:

Auch kann es nicht schaden, Eltern, Freunde und Bekannte einzuziehen. Wer sich selbst gegenüber eine gewisse Blindheit mitbringt, der kann vielleicht andere nach der Einschätzung der eigenen Fähigkeiten fragen.

Welche Ausbildung passt zu mir - Beratungsgespräch
© Jeanette Dietl, Fotolia.de

Selbiges gilt auch für Lehrer, die möglicherweise für völlig neue Impulse mit ihrer Einschätzung sorgen. Wussten Sie, dass es praktisch an jeder weiterführenden Schule einen Lehrer gibt, der als Ansprechpartner für die Berufswahl zur Verfügung steht? Auch hier kann ein vertrauliches Gespräch sehr zielführend sein.

Last, but not least, gibt es etliche kostenlose, aber auch kostenpflichtige Portale im Internet. Ob Sie mit einem vorgefertigten und knappen Fragebogen ohne persönliche Beratung wirklich auf Ihren Traumjob aufmerksam werden, sei mal dahingestellt. Auch von dieser Seite her könnten zusätzliche Vorschläge, die Sie anschließend immer noch individuell prüfen können, aber möglicherweise nicht schaden.

Fazit

In meinem heutigen Blogbeitrag habe ich Ihnen gezeigt, wie Sie sich der Frage „Welche Ausbildung passt zu mir?“ effektiv nähern können. Wichtig ist, dass Sie zunächst sich selbst kennenlernen und daran arbeiten, sich gut in sich auszukennen.

Wer die eigenen Bedürfnisse kennt, kann danach handeln. Und nur wer seine Stärken kennt, kann an ihnen arbeiten. Das ist im Übrigen ohnehin zielführender als das Ausmerzen von etwaigen Schwächen. Fragen Sie sich, was die perfekte Rose ausmacht! Ist es die Tatsache, dass sie die prächtigsten Blüten hat? Oder sind es die wenigsten Dornen, die eine Rose so schön machen?

Sobald Sie übrigens wissen, in welche Richtung es gehen soll, geht es darum, einen geeigneten Ausbildungsplatz zu finden. Vor diesem Hintergrund möchte ich Sie gerne noch auf ein paar themennahe Blogbeiträge verweisen, die Ihnen im einen oder anderen Punkt möglicherweise eine wichtige Hilfestellung bieten können:

Ich bedanke mich für Ihr Interesse und wünsche Ihnen viel Erfolg bei Ihrer Berufswahl! Sie möchten sich gerne mit mir vernetzten? Dann freue ich mich, wenn Sie Teil meiner wachsenden Facebook-Community werden. Praktisch täglich finden Sie hier Informationen rund um Berufswahl, Ausbildung und Ausbilder.

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