Indirekte Steuerung - 5 Zutaten für eine gute Mitarbeiterführung

Indirekte Steuerung – 5 Zutaten für eine nachhaltige Mitarbeiterführung

Indirekte Steuerung ist eine Strategie der Mitarbeiterführung.

In den meisten Unternehmen hat die Mitarbeiterführung nur ein Ziel.
Welches Ziel ist das?

Das Erreichen der Unternehmensziele.

Nicht mehr und nicht weniger. Wie ist es mit dem Fördern der Angestellten, werden Sie vielleicht fragen. Und ja. Das wäre in einer perfekten Welt, bzw. in einem perfekten Unternehmen ein wichtiger Ansatz. Ein offizielles Ziel ist das in der Praxis aber selten. Das finde ich persönlich schade. Denn es geht letztendlich ja immer um den Menschen. Und der soll sich ja auch weiterentwickeln.

Wie also erreichen Sie mit einer guten Mitarbeiterführung sowohl die angestrebten Unternehmensziele, als auch eine nachhaltige Weiterentwicklung des einzelnen Mitarbeiters?

Da gibt es mehrere Wege. Ein interessanter Ansatz ist die sogenannte „indirekte Steuerung“. Und genau um diese geht es in meinem heutigen Blogbeitrag.

Indirekte Steuerung – was ist das überhaupt?

Die indirekte Steuerung ist eine Art Gegenentwurf zum herkömmlichen Führungsstil.

Üblich war, dass ein Arbeitgeber, bzw. ein Vorgesetzter oder eine Führungskraft klare Anweisungen gab. Deutliche Rahmenbedingungen. Beispielsweise Arbeitszeiten oder konkretes Vorgehen.

Der Arbeitnehmer wusste, was von ihm gewünscht war, und konnte das umsetzen. In der Regel ohne den tieferen Sinn dahinter zu erfassen und ohne zu hinterfragen.

So funktionieren Menschen. So lernen wir es schon in der Schule.

Die indirekte Steuerung hingegen erzieht die Mitarbeiter um. Das Personal muss sich hier selbstständig mit dem Markt auseinandersetzen. Zusammenhänge einordnen. Eigene Rückschlüsse ziehen. Und selbstständig Potenziale erkennen.

Die indirekte Steuerung richtig angewendet, organisieren die Arbeitnehmer anschließend alles selbst. Sie werden zum Unternehmen. Fühlen sich als Teil vom Ganzen. Und entwickeln sich ganz natürlich mit ihren wachsenden Aufgaben weiter.

Die Praxis zeigt dabei: bei dieser Form der indirekten Steuerung steigen die Überstunden. Grund sind oft falsch gesteckte Ziele. Schließlich fehlt es vielen Angestellten hier an der Weitsicht einer Führungskraft, große Projekte vollständig und allumfassend überblicken zu können.

Und das wiederum gefährdet die Gesundheit der Mitarbeiter. Die Work-Life-Balance gerät außer Fugen. Übrigens ein spannendes Thema, das ich hier näher vertiefe.

Im schlimmsten Fall droht ein Burnout. Und der kostet nicht nur das Unternehmen viel Geld, sondern belastet auch das Gesundheitssystem und die Krankenkassen.

Ist von indirekter Führung deshalb abzuraten?

Nein!

Ganz und gar nicht!

Aber die richtigen Maßnahmen müssen getroffen werden.

Deswegen zeige ich Ihnen jetzt die 5 Geheimzutaten, mit denen Sie die indirekte Führung noch nachhaltiger und risikoärmer anwenden können.

Indirekte Steuerung - eine gute Art der Mitarbeiterführung

© stockpics, Fotolia.de

1) Bürokratieabbau

Unternehmensziele sind simpel.

„Mehr Gewinn“ oder auch „Mehr Umsatz“.

Kurz und knapp eben.

Doch wie misst man, ob sie erreicht werden?

In der Regel mit Controlling-Systemen.

Konkret heißt das, dass Mitarbeiter zum regelmäßigen Report aufgefordert sind. Sei es der Stand des Projekts oder konkrete Kennzahlen.

Und das ist pure Bürokratie.

Mehr noch.

Es frisst Zeit und Ressourcen.

Daher: Schrauben Sie die bürokratischen Hürden und Meldepflichten auf ein absolutes Minimum herunter! Zur indirekten Steuerung gehört auch immer ein gesundes Maß an Vertrauen dazu.

2) Klarheit

Vorgegebene Ziele können nur dann erreicht werden, wenn sie klar artikuliert worden sind.

Was heißt schon „Mehr Umsatz“ konkret? Ein Euro? Tausend? Eine Million?

„Umsatzsteigerung von 5% gegenüber dem letzten Quartal.“

DAS ist eine klare Vorgabe.

Und DAS schafft auch Klarheit.

Wenn Ihre Angestellten befürchten müssen, zu schwammige Ziele nicht oder nicht zu Ihrer vollsten Zufriedenheit erreichen zu können, greifen nämlich die selbstgefährdenden Maßnahmen. Mitarbeiter verzichten auf Urlaub. Machen Überstunden. Konsumieren ggf. Produkte zur Leistungssteigerung. Etc.

3) Prävention

Und genau dieses Verhalten – sofern nicht mit ausreichend Klarheit im Vorfeld im Keim erstickt – gilt es noch weiter präventiv zu bekämpfen.

Die Gesundheit der Mitarbeiter muss auf Ihrer Agenda stehen!

Planen Sie Seminare und Veranstaltungen! Sorgen Sie dafür, dass die Angestellten lernen, wie ihre Gesundheit auf einem konstant hohen Level bleibt!

Und ganz wichtig: Vermeiden Sie Versprechungen wie Bonuszahlungen oder Prämien, die realistischerweise nur dann erreichbar sind, wenn die Angestellten zu Lasten der eigenen Gesundheit wie ein Uhrwerk 24 Stunden sieben Tage die Woche funktionieren müssen!

4) Flexibilität

Menschen sind keine Maschinen.

Umso wichtiger ist es, dass Sie flexibel bleiben.

Das fängt schon bei der Planung von Zielen an, für die Sie die ausführenden Mitarbeiter unbedingt ins Boot holen sollten.

Schauen Sie gemeinsam, was wie und in welcher Zeit realisierbar ist.

Behalten Sie die Flexibilität auch dann bei, wenn es zu Komplikationen kommt.

Probleme lassen sich als Team gleich viel leichter lösen.

5) Unterstützung

Das versteht man unter Unterstützung: Seine Angestellten nicht im Regen stehen zu lassen.

Und weil es trotzdem manchmal am gegenseitigen Verständnis mangelt, ist auch Unterstützung von außen keine Schande.

Im Gegenteil.

Initiativen wie beispielsweise „Mitdenken 4.0“ haben sich genau dieses Thema auf die Fahne geschrieben: Wie lassen sich Motivation und Gesundheit der Mitarbeiter fördern, während die Unternehmensziele gleichzeitig ungefährdet bleiben?

Hier können Sie viele praktische Handlungshilfen erhalten.

Fazit

Hören Sie auf, Ihre Mitarbeiter schlecht zu führen! Laut einer Gallup-Studie machen 70% aller Mitarbeiter lediglich Dienst nach Vorschrift.

Deswegen habe ich Ihnen heute die indirekte Steuerung nähergebracht.

Gerade in Zeiten der Digitalisierung mit stetem Wandel der Arbeitswelt eine sehr moderne Art der Mitarbeiterführung, die viele Vorteile birgt.

Zumindest, wenn sie richtig angewendet wird.

Wenn Sie zu diesem Thema noch fragen haben, stehe ich Ihnen gerne als Ansprechpartner zur Verfügung. Kontaktieren können Sie mich beispielsweise über meine Facebook-Seite:

Hier geht es zu meiner Facebook-Seite

Wie halten Sie es mit der indirekten Steuerung? Besuchen Sie mich doch auf meiner Facebook-Unternehmensseite und hinterlassen Sie mir dort einen Kommentar dazu!

Ich freue mich auf Sie!

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