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Aufgeschlossenheit in der Ausbildung: Open-Minded-Denken für Ausbilder und Azubis

Aufgeschlossenheit in der Ausbildung wird häufig mit einem Open-Minded-Denken gleichgesetzt. Dabei handelt es sich um eine wichtige Eigenschaft, die in den unterschiedlichsten Kontexten eine Rolle spielt. Nicht nur Azubis müssen gegenüber ihrer Ausbildung und den damit verbundenen Inhalten aufgeschlossen sein. Auch die Ausbilder selbst müssen eine gewisse Open-Mindedness mitbringen. Das wiederum schafft eine positive Lernumgebung und unterstützt nicht nur das Vorankommen der Azubis, sondern auch das persönliche Vorankommen des Ausbilders selbst.

Nicht umsonst ist Aufgeschlossenheit schließlich eine wichtige Ebene der Persönlichkeitsentwicklung. Wer aufgeschlossen ist, der ist deutlich flexibler, geht unvoreingenommener an Veränderungen heran und kann im Zweifelsfall auch mal seine eigenen Überzeugungen über Bord werfen. Erst recht, wenn es sich um traditionalistische oder konservative Ansichten handelt, die den Alltag zwischen Ausbildern und Azubis ohnehin eher erschweren als bereichern.

Weil allerdings zu den Aufgaben eines Ausbilders auch die charakterliche Förderung von Azubis gehört, arbeitet ein guter Ausbilder nicht ausschließlich an seiner eigenen Aufgeschlossenheit. Es geht auch darum, Azubis zu helfen, mehr Aufgeschlossenheit in der Ausbildung zu entwickeln. Wie das gelingen kann, warum Aufgeschlossenheit in der Ausbildung ein so wichtiges Thema ist, und was man gemeinhin überhaupt unter Aufgeschlossenheit versteht, behandeln wir nun im vorliegenden Blogbeitrag.

Aufgeschlossenheit in der Ausbildung – was versteht man unter Aufgeschlossenheit?

Wenn wir von Aufgeschlossenheit in der Ausbildung sprechen, dann meinen wir damit die Bereitschaft, neue Ideen, Menschen und Erfahrungen, aber auch Veränderungen anzunehmen und zu akzeptieren. Ein aufgeschlossener Mensch, der mit einer Veränderung konfrontiert wird, lehnt diese nicht automatisch ab, sondern ist erst einmal positiv eingestellt. Dementsprechend geht mit Aufgeschlossenheit eine gesunde Neugier und Offenheit einher.

In Bezug auf zwischenmenschliche Beziehungen – beispielsweise das Verhältnis zwischen Ausbildern und Azubis – geht es bei Aufgeschlossenheit um die Bereitschaft, die Perspektive der Gegenseite einzunehmen. Aufgeschlossenheit ist somit durchaus entfernt verwandt mit Empathie, obschon bei der Aufgeschlossenheit eben nur das Annehmen der anderen Perspektive, nicht aber das Mitfühlen, bzw. die emotionale Verbindung im Mittelpunkt steht. Dementsprechend ist die Aufgeschlossenheit etwas nüchterner, verzichtet aber auf jegliche Vorurteile, geschweige denn Abwehrhaltungen.

Aufgeschlossenheit in der Ausbildung - Ausbilder schaffen positive Lernumgebung
© Jeanette Dietl, Fotolia.de

Bereiche, in denen Aufgeschlossenheit in der Ausbildung wichtig ist

Bezogen auf die Ausbildungssituation meint Aufgeschlossenheit die Bereitschaft, positiv und flexibel gegenüber neuen Lerninhalten, anderen Perspektiven und etwaigen innovativen Ideen zu sein. Aufgeschlossene Ausbilder und Azubis hören sich gegenseitig zu, sind zu Anpassungen bereit, tauschen konstruktives Feedback aus und arbeiten gemeinsam daran, eine förderliche Lernatmosphäre zu schaffen, die die persönliche Entwicklung aller Beteiligten voranbringt.

Ein aufgeschlossenes Umfeld ist zumeist von gegenseitigem Vertrauen geprägt und stärkt damit die Verbindung zwischen dem Ausbilder und seinen Azubis. Dabei gibt es letztlich vier große Bereiche, in denen Aufgeschlossenheit in der Ausbildung besonders relevant ist:

  1. Ausbilder gegenüber Azubis
  2. Azubis gegenüber der Ausbildung
  3. Ausbilder gegenüber neuen Ideen
  4. Azubis gegenüber Aufgaben und Lerninhalten

Warum Ausbilder mehr Aufgeschlossenheit in der Ausbildung gegenüber ihren Azubis entwickeln sollten

Wie schon herausgestellt, trägt die Aufgeschlossenheit von Ausbildern dazu bei, eine förderliche Lernumgebung zu schaffen. Das meint ganz konkret, dass nicht nur die Lerninhalte, sprich Wissen und Fähigkeiten vermittelt werden, sondern auch die persönliche Entwicklung der Auszubildenden unterstützt wird. Aufgeschlossen Ausbilder tragen somit dazu bei, dass Azubis berufliche Identität entwickeln, was in einer sich ständig verändernden Arbeitswelt von zentraler Bedeutung ist.

Darüber hinaus fördert die Aufgeschlossenheit von Ausbildern noch viele weitere Aspekte. Beispielsweise:

  • Stärkere Ausbilder-Azubi-Beziehung
  • Bessere Anpassung an die Lernstile der Azubis
  • Vermittlung von sozialen Kompetenzen durch positive Vorbildfunktion
  • Förderung von Selbstvertrauen
  • Lösungsorientierung statt Problemorientierung
  • Förderung von Kreativität
Aufgeschlossenheit in der Ausbildung - aufgeschlossene Azubis kommen weiter
© pathdoc, Fotolia.de

Wieso auch Azubis mehr Aufgeschlossenheit in der Ausbildung gegenüber der Ausbildung brauchen

Eine Ausbildung bietet zumeist eine große Bandbreite an Möglichkeiten dessen, was Azubis lernen können. Damit ist auch gemeint, was sie persönlich für sich und ihre weitere Karriere mitnehmen. Wer sich hierbei jedoch weiteren Möglichkeiten verschließt und alles streng nach dem erstbesten Schema löst, der hat nicht nur weniger Spaß an der Arbeit, sondern gerät spätestens dann in die Bredouille, wenn Veränderungen, die in der Berufswelt nun einmal unvermeidlich sind, andere Herangehensweisen erfordern.

Azubis müssen also so früh wie möglich lernen, aufgeschlossen zu sein, weil das eine absolute Schlüsselqualifikation für langfristigen Erfolg ist. Ein aufgeschlossener Blick sorgt überdies für mehr Motivation und Engagement, erweitert den eigenen Horizont und verschafft dem ausgelernten Azubi letztlich auch deutlich mehr Karrierechancen. Sei es im Ausbildungsbetrieb selbst oder in anderen Unternehmen.

Weshalb Ausbilder stets aufgeschlossen gegenüber neuen Ideen und Innovationen sein sollten

Wie eben bereits angedeutet, ist die Arbeitswelt in steter Bewegung. Es ist mitnichten so, dass man einmal lernen und verstehen muss, worauf es in der Arbeitswelt ankommt, und dann auf alles vorbereitet ist. Stattdessen verlangt langfristiger Erfolg ein hohes Maß an Anpassungsfähigkeit von jedem Ausbilder ab. Und wer sich anpassen möchte, der muss neuen Ideen und Innovationen gegenüber aufgeschlossen sein.

Aufgeschlossene Ausbilder, die bei sich anbahnenden Veränderungen (beispielsweise im Zuge der Digitalisierung) nicht etwa auf Gedeih und Verderb an alten Traditionen und konservativen Herangehensweisen festhalten, sondern offen dafür sind, zuerst auf neue Züge aufzuspringen, können ihrem Betrieb damit übrigens auch einen echten Wettbewerbsvorteil verschaffen. Wichtig ist dabei aber das Wissen, dass neue Konzepte nicht selten mit Fehlern und Rückschlägen einhergehen. Dies gehört zum Innovationsprozess nun einmal dazu, weshalb aufgeschlossene Ausbilder auch eine entsprechend offene Fehlerkulur in der Ausbildung benötigen, um in diesem Prozess auch wirklich zu einer kontinuierlichen Verbesserung zu kommen.

Aufgeschlossenheit in der Ausbildung - Innovationen positiv gegenübertreten
© Marek, Fotolia.de

Warum Azubis Aufgeschlossenheit in der Ausbildung gegenüber Aufgaben und Lerninhalten brauchen

Last, but not least, geht es bei einer Ausbildung nicht nur um die Erweiterung des eigenen Wissens, sondern auch um die Vorbereitung auf das spätere Berufsleben. Ein Azubi muss also nicht nur alles lernen, was zum Berufsbild gehört, sondern auch weitere Kompetenzen entwickeln. Hierzu gehören unter anderem:

  • Teamfähigkeit
  • Kommunikationsfähigkeit
  • Selbstreflexion
  • Problemlösungskompetenzen
  • Selbstmotivation
  • Bereitschaft zum lebenslangen Lernen

Nur Azubis, die entsprechend aufgeschlossen an alle neuen Aufgaben und Ausbildungsinhalte herangehen, treiben ihre berufliche Entwicklung auch wirklich ganzheitlich voran. Entsprechend wichtig ist es, dass Ausbilder hierfür einen Blick haben und dem Nachwuchs genau hierbei helfen.

4 konkrete Tipps, wie Ausbilder mehr Aufgeschlossenheit in der Ausbildung fördern

Abschließend haben wir noch vier kleine, aber feine Tipps für Dich, wie Du ganz konkret die Aufgeschlossenheit Deiner Azubis förderst:

  1. Hör aktiv zu und sei dadurch ein gutes Vorbild
  2. Rege offene Gespräche auf Augenhöhe an
  3. Akzeptiere Fehler und nutze sie als Chance, um daraus zu lernen
  4. Unterstütze Diversität und Inklusion

Dir hat dieser Blogbeitrag über Aufgeschlossenheit in der Ausbildung? Du bist an weiteren Tipps und Impulsen interessiert, die Dir dabei helfen, ein noch besserer Ausbilder zu sein? Dann laden wir Dich nun noch herzlich dazu ein, zukünftig regelmäßig auf Ausbilderschein24 reinzuschauen!

Hier findest Du bereichernde Blogbeiträge, kleine Impulse für den Alltag sowie exklusive Live-Webinare, die Dir wertvolle Gedanken für Deine Arbeit als Ausbilder, aber auch für Dein persönliches Vorankommen im Leben bieten. Wir freuen uns auf Dich!

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