Wie die Generation Z die Ausbildungslandschaft nachhaltig verändert

Wie die Generation Z die Ausbildungslandschaft nachhaltig verändert

Generation Z

Die Generation Z gilt als die unverstandene Generation.

Zumindest habe ich dies jüngst als Überschrift in einem Magazin gelesen. Tatsächlich höre ich aber sehr oft von verantwortlichen Personalern, dass die unter 24-Jährigen die Ausbildungslandschaft nachhaltig verändern.

Doch ist das wirklich so? Und wenn ja, woran liegt das? Zwei Fragen, die mich nicht mehr losgelassen haben und denen ich meinen heutigen Blogbeitrag widme.

Dabei möchte ich vor allem eines herausfinden: Wie die Generation Z tickt und wie dementsprechend Ausbilder und Azubis zukünftig optimal zusammenarbeiten. Hierzu berufe ich mich auf eine Reihe Untersuchungsergebnisse und Erkenntnisse, die die Universität Bamberg aus den Stimmen vieler Ausbilder und Generation-Z-Azubis gewonnen hat.

Was ist die Generation Z?

Seit geraumer Zeit erhalten Generationen, also Menschen, die in einer bestimmten Zeitspanne geboren sind, einen Namen. Hießen die zwischen 1943 und 1964 Geborenen noch „Baby Boomers“, so prägte Robert Capa einst im Rahmen einer Fotoserie den Begriff „Generation X“. Dies bezeichnete Menschen, die zwischen 1965 und 1978 geboren waren.

Die Folgegeneration, also die Generation, die zwischen 1979 und 1998 das Licht der Welt erblickte, war dann die Generation Y. Und wer seit 1999 geboren ist, der gehört offiziell der Generation Z an. Je nach Quellenangabe gibt es auch Menschen, die die Generation Z vier Jahre nach vorne datiert und bereits ab 1995 beginnen lassen will.

Unabhängig davon, wo es aber konkret losgeht, sind zwei Dinge festzuhalten.

Erstens: Die Generation Z ist im Jahr 2019 noch unter 24 Jahre alt. Und zweitens: Die Generation Z ist gänzlich anders aufgewachsen, da dies die offiziell erste Generation ist, die mit dem Computer, insbesondere mit dem Internet aufgewachsen ist.

Generation Z = Generation Digitalisierung

Die Grenzen zwischen der digitalen und realen Welt verschwimmen zunehmend. Schon heute gibt es zahlreiche Jobs, die vor 20 Jahren noch nicht einmal denkbar waren. Vom Online-Marketer über den SEO-Spezialisten bis hin zum Web-Programmierer.

Eigentlich die perfekten Jobs für Menschen aus der Generation Z, die in der digitalen Welt bereits ihr gesamtes Leben lang aufgewachsen ist. Galt bei der Generation X definitiv und in der Generation Y mit hoher Wahrscheinlichkeit ebenfalls ein jeder PC-Nerd noch als wenig gesellschaftsfähig und mitunter gar als realitätsflüchtend, so gehört es zur Generation Z mit dazu, digital vernetzt zu sein.

Dabei mag das Leben ohne PC vielleicht sogar besser denkbar sein, als man denkt. Das Leben ohne Smartphone und Tablet hingegen? Unmöglich für die Generation Z.

Die Generation Z kommt auf den Arbeitsmarkt

Und nun stößt eben genau diese Generation auf den Arbeitsmarkt – und wirbelt dort bemerkenswert viel Staub auf in den gewohnten Geflechten.

So kritisieren viele Personaler, dass die Generation Z frei von Berührungsängsten sei. Das ist natürlich nicht nur ein Nachteil. Schließlich hat die Generation Z beispielsweise keinerlei Berührungsängste vor EDV-Arbeiten, während auch der Umgang mit Maschinen, die auf Software basieren, die wenigsten unter 24-Jährigen vor eine Herausforderung stellen dürfte. Als „Digital Natives“ sind die Menschen aus der Generation Z genau damit schließlich groß geworden.

Was also von Personalverantwortlichen, bzw. Ausbildern gegenüber der Universität Bamberg vielmehr kritisiert wird, ist die Sozialkompetenz der Generation Z. War es früher selbstverständlich, innerhalb eines Teams Kontakte zu knüpfen – einerseits zu den Gleichaltrigen, andererseits aber auch zu den älteren und erfahreneren Mitarbeitern –, so nehmen laut Aussage einiger Ausbilder die jungen Menschen von heute eher Abstand davon.

Welten prallen aufeinander

Heutzutage kann jeder Mensch über das Internet per Mausklick mit Menschen verbunden werden, die die jeweiligen Interessen deckungsgleich teilen. Und zwar auch dann, wenn die halbe Welt zwischen den beiden liegt. Das macht es der Generation Z möglich, sich tagein tagaus unter Menschen zu bewegen, die exakt die gleichen Einstellungen und Betrachtungsweisen auf das Leben besitzen. Das kann nicht nur in die gefürchtete Filterblase führen, in der andere Meinungen nicht nur abgelehnt, sondern noch nicht einmal mehr angehört werden, sondern auch in eine gewisse Abgegrenztheit.

Anstatt die Andersartigkeit der anderen Mitarbeiter zu akzeptieren, neigt die Generation Z – so zumindest die Meinung mancher Ausbilder – dazu, sich abzuschotten. Und das kann im nächsten Schritt durchaus dazu führen, dass die Verantwortung für eigene Fehler mitunter abgelehnt wird.

Generation Z in der Ausbildung

© Rawpixel.com, Fotolia.de

Wie tickt die Generation Z?

Umgekehrt sagen die unter 24-Jährigen von heute, die sich sehr wohl durchsetzungsfähig in Bezug auf ihre eigenen Bedürfnisse am Arbeitsplatz zeigen, dass sie sich nicht ausreichend von den Ausbildern verstanden fühlen. Ein Kritikpunkt, der häufig in Verbindung mit Arbeiten genannt wird, die weitestgehend selbstständig auszuführen sind.

Der Rückschluss der Universität Bamberg daraus lautet, dass die Generation Z vor allem eines ablehnt: Monotone und anspruchslose Aufgaben. Stattdessen möchte die Generation Z Verantwortung übertragen bekommen – und dafür auch die nötige Anerkennung erhalten.

Die Kommunikation zwischen Ausbildern und Azubis rückt in den Fokus

Zwar drückt sich Anerkennung durchaus auch auf dem Gehaltszettel aus, der den Azubis selbstverständlich ebenso wenig unwichtig ist wie eine gute Work-Life-Balance. Vielmehr möchten Azubis der Generation Z aber einen wertschätzenden Umgang.

Somit rückt die Kommunikation zwischen Ausbildern und Azubis zunehmend in den Fokus, wo von den Ausbildern ein hohes Maß an Fingerspitzengefühl erwartet wird.

Wie muss ein Ausbilder mit der Generation Z umgehen?

Ein moderner Ausbilder, der mit der Generation Z erfolgreich zusammenarbeiten möchte, muss in erster Linie die 7 Aspekte kennen, auf die es beim Azubis motivieren ankommt. Dies ist heutzutage um einiges wertvoller, als beispielsweise aus dem Lehrbuch die 3 klassischen Führungsstile in der Ausbildung zu beherrschen, die aber umgekehrt natürlich auch nicht schaden.

Wer allerdings neue Wege geht, fährt mit den „Digital Natives“ womöglich etwas besser. Beispielsweise könnte Design Thinking sich zur Revolution für das Ausbildungssystem entwickeln, was ich in diesem Blogbeitrag näher erkläre. Ebenso sind Management-by-Techniken durchaus interessant für den modernen Ausbilder von heute, zu dessen Portfolio last, but not least, auch die indirekte Steuerung gehören könnte.

Nun geht es aber nicht darum, der Generation Z mit möglichst innovativen Führungstechniken zu begegnen. Vielmehr sollte eine offene Kommunikation zwischen Ausbildern und Azubis gepflegt werden, von der beide Seiten immens profitieren werden. Wenn Sie also wissen möchten, wie ein Ausbilder mit der Generation Z umgehen sollte, dann sollten Sie wissen, worauf es bei einer guten Kommunikation am Arbeitsplatz ankommt.

Fazit

In diesem Beitrag habe ich mich mit der Generation Z beschäftigt, die nach und nach in den Ausbildungsbetrieben Einzug hält und neue und bisher noch nie dagewesene Anforderungen mitbringt.

Dem kann ein Unternehmen durchaus entgegensteuern, indem Mentoren-Programme eingeführt werden, in deren Rahmen beispielsweise ganz gezielt der Austausch zwischen Generationen gefördert wird. Auch das ist schließlich eine Art von Design Thinking.

Dennoch rückt der Ausbilder selbst als Bezugsperson der Azubis noch weiter in den Vordergrund, denn er oder sie legt die Weichen dafür, ob und inwieweit der Generation-Z-Azubi sich in das Unternehmen einbringt, bzw. einbringen möchte. Das heißt übrigens nicht, dass Sie deshalb das Smartphone am Arbeitsplatz erdulden müssen oder untätig bleiben sollten, wenn der Azubi aufbegehrt und am Ausbilder zweifelt. Ein guter Ausbilder kann seinen Schützlingen schließlich auch nicht alles durchgehen lassen.

Wie sieht es in Ihrem Betrieb aus? Sind die ersten Generation Z-ler schon da? Wenn ja, was hat sich bislang geändert? Und vor allem: Wie beschreiben langjährige Ausbilder, die schon die Generation Y ausgebildet haben, die Zusammenarbeit mit den heutigen Menschen unter 24?

Ich freue mich, wenn wir darüber auf meiner Facebook-Seite ins Gespräch kommen können. Gerne können Sie mir dort ein Kommentar auf der Timeline, bzw. Pinnwand hinterlassen. Wer aber nicht mit der gesamten Community diskutieren möchte, der erreicht mich auch per Privatnachricht ganz persönlich unter:

Hier geht es zur Ausbilderschein 24 Facebookseite

Ich freue mich auf Sie!

Jannika K. aus Sprakensehl, DE
hat dies auch gekauft
Vor 10 Stunden
 
Lisa H. aus Illingen, DE
hat dies auch gekauft
Vor 2 Tagen
 
Matthias Oliver J. aus Schwerin, DE
hat dies auch gekauft
Vor 3 Tagen
 
Sebastian B. aus Schwerin, DE
hat dies auch gekauft
Vor 3 Tagen
 
Dietmar Olaf S. aus Cottbus, DE
hat dies auch gekauft
Vor 3 Tagen
 
Pia S. aus Bretzfeld, DE
hat dies auch gekauft
Vor 3 Tagen
 
Oliver P. aus Würselen, DE
hat dies auch gekauft
Vor 4 Tagen
 
Franziska S. aus Hamburg, DE
hat dies auch gekauft
Vor 4 Tagen