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Ist Persönlichkeitsentwicklung in der Ausbildung ein Selbstläufer oder ein Versäumnis der Ausbilder?

Persönlichkeitsentwicklung in der Ausbildung ist ein sehr aktuelles Thema. Schließlich geht es längst nicht mehr nur darum, in der Ausbildung stumpfes Fachwissen zu vermitteln. Auch die charakterliche Förderung von Azubis ist, wie wir im verlinkten Blogbeitrag mit entsprechendem Verweis auf Passagen im BBiG belegen, eine wichtige Aufgabe im Arbeitsalltag eines Ausbilders. In diesem Kontext beschäftigen sich immer mehr Ausbilder mit den Grundlagen der Persönlichkeitsentwicklung.

Sehr spannend ist aber eine ganz andere Frage: Ist Persönlichkeitsentwicklung in der Ausbildung einfach nur ein natürlicher Nebeneffekt, sozusagen ein Selbstläufer? Oder stellt es vielmehr ein Versäumnis seitens der Ausbilder dar, wenn sie nicht gezielt auf die Persönlichkeitsentwicklung ihrer Azubis setzen? Je mehr man darüber nachdenkt, desto mehr fällt auf, wie komplex diese Fragestellung ist. Schließlich beeinflussen zahlreiche Faktoren die Persönlichkeitsentwicklung von insbesondere jungen Menschen. Bei genauerer Betrachtung fällt jedoch auf, dass Bildung – und hierzu gehört auch die Rolle aus Ausbilder – maßgeblich entscheidend ist für die Entwicklung von jungen Menschen.

Grund genug, uns dem Thema der Persönlichkeitsentwicklung in der Ausbildung in diesem Blogbeitrag ausführlich zu widmen. Hierzu gehen wir nicht nur auf verschiedene Ebenen der Persönlichkeitsentwicklung ein und machen den komplexen Begriff greifbarer. Sondern wir liefern außerdem ganz praktische Tipps, wie Persönlichkeitsentwicklung in der Ausbildung gelingen kann.

Persönlichkeitsentwicklung in der Ausbildung: Was ist das überhaupt?

Bei Persönlichkeitsentwicklung in der Ausbildung geht es um jene Prozesse, in deren Rahmen ein Azubi neben beruflichen Fähigkeiten auch noch persönliche Fähigkeiten erwirbt. Beispielsweise, indem er individuelle Eigenschaften und Verhaltensweisen verbessert oder soziale Kompetenzen erwirbt. Eben diese Prozesse lassen sich durch gezielte Maßnahmen im Bereich der Persönlichkeitsentwicklung fördern. Ausbilder, die auf diese Prinzipien setzen, arbeiten somit daran, einen Azubi ganzheitlich zu entwickeln.

Banal ausgedrückt geht es darum, die Stärken der Auszubildenden zu stärken und ihre Schwächen zu schwächen, sodass sie offener, ressourcenorientierter, flexibler, robuster, resilienter und letztlich auch glücklicher und erfüllter durch ihr Berufsleben gehen. An konkreten Definitionen zu den Fragen „Was ist Persönlichkeitsentwicklung?“ und „Was ist Persönlichkeit?“ haben wir uns derweil in den verlinkten Beiträgen abgearbeitet.

Persönlichkeitsentwicklung in der Ausbildung - Tipps für Ausbilder
© goodluz, Fotolia.de

Die Bedeutung der Persönlichkeitsentwicklung in der Ausbildung

Aus dem bisher Geschriebenen mag vielleicht hervorgehen, dass in erster Linie der Azubi selbst einen Nutzen daraus zieht, wenn ein Ausbilder auf Persönlichkeitsentwicklung setzt. Allerdings ist diese Herangehensweise in keiner Weise rein altruistisch, weshalb die Bedeutung der Persönlichkeitsentwicklung in der Ausbildung nicht zu unterschätzen ist.

Es entsteht nämlich mitnichten nur ein Mehrwert für die Auszubildenden selbst, sondern auch für die Unternehmen und Organisationen, die von gut ausgebildeten und selbstbewussten Mitarbeitern profitieren. Entwickeln die jungen Menschen, die von Anfang an in den Betrieb hineinwachsen, dann auch noch echte Problemlösungskompetenzen (wobei Persönlichkeitsentwicklung eher zur Lösungsorientierung statt Problemorientierung führt), können somit schnell auch die Führungskräfte von morgen entstehen. Nicht umsonst ist das Ausbilden für den Eigenbedarf schließlich so ein großes Thema.

Persönlichkeitsentwicklung in der Ausbildung - Entwicklung von jungen Menschen
© Monkey Business, Fotolia.de

Verschiedene Aspekte der Persönlichkeitsentwicklung in der Ausbildung

Die Ebenen der Persönlichkeitsentwicklung sind sehr vielfältig, weshalb wir diesem Thema auch einen sehr umfangreichen, eigenständigen Blogbeitrag widmen. Speziell in der Ausbildung läuft es aber in erster Linie auf die folgenden fünf Bereiche hinaus:

  1. Kommunikationsfähigkeiten
  2. Selbstbewusstsein
  3. Konfliktlösungskompetenzen
  4. Zeitmanagement und Organisation
  5. Emotionale Intelligenz

Ein Ausbilder, der seine Azubis also im Bereich der Persönlichkeitsentwicklung fördern möchte, sollte genau an diesen Bereichen anknüpfen. Sprich: Die Kommunikationsfähigkeit der Azubis fördern, ihr Selbstbewusstsein stärken, ihnen dabei helfen, Konfliktlösungskompetenzen zu entwickeln, sie in puncto Zeitmanagement und Organisation zu unterstützen, sowie ihre emotionale Intelligenz auszuprägen. Was dabei nach einer richtig schwierigen Aufgabe klingt, ist es in Wirklichkeit gar nicht. Vor diesem Hintergrund haben wir abschließend noch vier Tipps für Dich zusammengetragen, mit denen Du an genau diesen Bereichen aktiv gemeinsam mit Deinen Azubis arbeiten kannst.

Persönlichkeitsentwicklung in der Ausbildung - Charakterliche Förderung von Azubis
© contrastwerkstatt, Fotolia.de

4 Tipps zur Förderung von Persönlichkeitsentwicklung in der Ausbildung

Nachdem wir die Relevanz der Persönlichkeitsentwicklung in der Ausbildung herausgearbeitet haben, bleibt noch die entscheidende Frage übrig, was Ausbilder konkret machen können, um die Azubis gezielt zu fördern. Im folgenden Abschnitt präsentieren wir hierzu vier praktische Tipps. Diese Tipps richten sich dabei übrigens nicht nur an Ausbilder, sondern können auch für Bildungseinrichtungen oder Unternehmen im Allgemeinen von Interesse sein.

  1. Mentoring und Coaching: Wer sich als Ausbilder als Mentor begreift, der kann die Azubis direkt in Persönlichkeitsentwicklung coachen. Hierzu haben wir sieben nützliche Coaching-Prinzipien in der Ausbildung im verlinkten Beitrag herausgestellt.
  2. Selbstreflexion und Zielsetzung: Wenn Du Deine Azubis aktiv voranbringen möchtest, solltest Du gemeinsam mit ihnen Ziele setzen. Im Rahmen von Selbstreflexion, die beispielsweise in einem Feedbackgespräch stattfinden kann, geht es dann darum, die Entwicklung auf das Ziel hin immer wieder zu begleiten und gegebenenfalls Ziele nachzujustieren.
  3. Fort- und Weiterbildungen: Nicht nur ist Weiterbildung für Ausbilder wichtig. Insbesondere auch Azubis profitieren ungemein davon, zusätzliche Fachkenntnisse im Rahmen von Fortbildungen zu erwerben. Hier findet nicht selten auch ein gewisses Networking und ein Austausch statt, der wiederum Hand in Hand mit Punkt vier geht.
  4. Soziale Kompetenzen: Unterstütze Deine Azubis darin, die beruflichen Netzwerke auf- und auszubauen. Das funktioniert auch darüber, dass Du Azubis mit zu Messen und Events nimmst, bei denen sie die aktive Chance dazu haben. Letztlich profitiert nicht selten auch das Unternehmen selbst von neuen Kontakten der Auszubildenden.

Du bist Ausbilder und willst noch mehr darüber erfahren, wie du mit Persönlichkeitsentwicklung nicht nur Dich selbst auf ein ganz neues Level bringst, sondern auch Deine Azubis zu Höchstleistungen anspornst? Dann empfehlen wir Dir, zukünftig regelmäßig auf Ausbilderschein24 reinzuschauen.

Auf unserer Website findest Du nämlich nicht nur einen innovativen Vorbereitungskurs, der Dich mit Geschichten zum Ausbilderschein führt, sondern auch stete Impulse in Form von Blogartikeln, Webinaren, die wir weitere Tipps und Tricks für den Alltag mit Deinen Azubis geben! Wir freuen uns auf Deinen Besuch!

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