Rolle als Ausbilder: Das sind Ihre Aufgaben als betrieblicher Ausbilder

Welche Rolle als Ausbilder habe ich?

Diese Frage stellt sich nicht nur jeder angehende Ausbilder irgendwann einmal. Auch Ausbilder, die schon lange im Job sind, kommen hier und da an einen Punkt, an dem sie ihre Rolle hinterfragen. Das liegt auch daran, dass die Rolle als Ausbilder ausgesprochen vielseitig ist. Neben der direkten Wissensvermittlung geht es schließlich auch um pädagogische Aspekte.

Grund genug, im Rahmen eines Blogbeitrags einmal tiefer in dieses Themengebiet einzutauchen. Über die Rolle als Ausbilder und die Aufgaben als betrieblicher Ausbilder geht es dementsprechend in diesem Artikel.

Die Rolle als Ausbilder ist ausgesprochen vielseitig

Ein guter Ausbilder ist gewissermaßen immer eine Art Tausendsassa. Zum einen muss er zwangsläufig ein Fachmann sein für das Gebiet in dem er ausbildet. Das attestiert ihm übrigens auch der Ausbilderschein. Mit diesem können schließlich nur Personen ausbilden, die die fachliche Eignung mitbringen. Und damit ist im Endeffekt das fachliche Know-how für den entsprechenden Beruf gemeint. Über die Ausbilderschein Voraussetzungen geht es aber an anderer Stelle meines Blogs.

Neben der Rolle als thematischer Fachmann für die Branche, bzw. das der Ausbildung zugrunde liegende Tätigkeitsfeld, kommt auch noch die Rolle als didaktischer Fachmann dazu. Im Rahmen der Ausbildereignungsprüfung Unterweisung eignet sich jeder angehende Ausbilder schließlich tiefe Kenntnisse zu Methodik und Didaktik an.

Rolle als Ausbilder - Kommunikation und Didaktik
© olly, Fotolia.de

Zur Rolle als Ausbilder gehören auch kommunikative Fähigkeiten

Eben jene Methodik und Didaktik hilft dem Ausbilder, die Azubis zielführend und sorgfältig geplant im Rahmen der Ausbildung zu unterrichten. Gemäß dem Ausbildungsrahmenplan gilt es schließlich die unterschiedlichsten Wissensgebiete und Themen zu vermitteln.

In der Vorbereitung auf den Ausbilderschein eignet sich der Ausbilder dabei auch kommunikative Fähigkeiten an. Zur Rolle als Ausbilder gehört somit auch, dass er gut mit den Azubis reden kann. Wie viele unterschiedliche Aspekte dazugehören, bespreche ich übrigens regelmäßig hier im Blog:

Zur Rolle als Ausbilder gehören auch pädagogische Fähigkeiten

Ein Ausbilder ist zwar kein ausgebildeter Pädagoge. Zum Erwerb des Ausbilderscheins gehören allerdings auch arbeitspädagogische Aspekte, die der angehende Ausbilder sich aneignen muss.

Dabei geht es nicht darum, mit eiserner Hand über die Azubis zu herrschen und mit eng anliegenden Leinen für Disziplin zu sorgen. Zu locker sollten die Zügel allerdings auch nicht liegen. Optimal ist das Verhältnis, wenn es auf gegenseitigem Respekt basiert. Eine kumpelhaft-joviale Strenge, die den Azubi aber nicht davor zurückschreckt, Probleme offen anzusprechen, bzw. allgemein mit dem Ausbilder als Vertrauensperson in den persönlichen Diskurs zu treten.

Nicht zu unterschätzen ist außerdem der Aspekt, dass der Ausbilder auch den Charakter seiner Azubis prägt. Junge Menschen haben noch viel zu lernen. Und nach wie vor lernt der Mensch am meisten durch Nachahmung. Umso wichtiger ist es, dass Ausbilder stets integre Personen sind. Den Ausbilderschein trotz einer Vorstrafe machen zu können, ist nicht zuletzt deshalb so schwer.

Oder anders gesagt: Einem Ausbilder, der beispielsweise jugendgefährdende Schriften verbreitet, kann durchaus auch der Ausbilderschein entzogen werden.

Der Ausbilder als Lernpartner

Rolle als Ausbilder - Lernpartner der Azubis
© Adam Gregor, Fotolia.de

Last, but not least, ist der Ausbilder auch eine Art Lernpartner seiner Azubis. Dabei geht es auch hier darum, dass der Ausbilder seine Azubis optimalerweise so fordern und fördern sollte, dass sie selbstständig lernen und in Eigeninitiative nach neuem Wissen streben.

In Betrieben, in denen das Ausbilden für den Eigenbedarf im Fokus steht, braucht es schließlich Nachwuchs, der selbstständig denkt und nicht etwa auf Kommando nur Befehle ausführt. Ist Letzteres der Fall, führt das ohnehin schnell zu Unzufriedenheit.

Der große Vorteil, den der Ausbilder als Lernpartner im Vergleich zur Berufsschule hat, ist der praktische Aspekt. Während in der Berufsschule die Lerninhalte trocken und nicht selten im Frontalunterricht doziert werden, kann der Ausbilder Theorie und Praxis miteinander verbinden. Auf diese Weise erarbeiten die Azubis sich die wichtigen Fachkenntnisse, die für diese Branche relevant sind, selbst. Quasi getreu dem Motto: Learning by doing.

Fazit

In meinem heutigen Blogbeitrag habe ich Ihnen gezeigt, dass die Rolle als Ausbilder sehr facettenreich ist. Der Ausbilder ist einerseits ein Fachmann für die zur Ausbildung gehörenden Tätigkeiten, ist andererseits aber auch bestens in Didaktik und Methodik der Wissensvermittlung geschult. Hohe kommunikative Fähigkeiten zählen ebenfalls zu seinem Portfolio.

Daneben muss der Ausbilder immer auch gruppendynamische, soziale und pädagogische Aspekte in seinem Arbeitsalltag berücksichtigen. Zu seinen vielen Rollen kommt außerdem, dass er ein wichtiger Lernpartner der Azubis ist, mit dem die jungen Menschen viele theoretische Informationen in der Praxis vertiefen können. Darüber hinaus schadet es nicht, wenn der Ausbilder die drei klassischen Führungsstile in der Ausbildung nicht nur kennt, sondern auch zwischen ihnen wechseln kann. Interessant könnten außerdem Führungsstrategien wie die indirekte Steuerung sein.

Jetzt interessiert mich Ihre Meinung brennend. Wie interpretieren Sie Ihre Rolle als Ausbilder? Gehen Sie d’accord mit dem hier Geschriebenen oder sind Sie mit etwas nicht einverstanden? Sehen Sie noch weitere wichtige Rollen, die zum täglichen Brot eines Ausbilders gehören? Und wie leicht oder schwer fällt es Ihnen als Ausbilder, immer wieder aufs Neue in diese vielfältigen Rollen zu schlüpfen?

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